Das heimelige Gefühl in der Scheibe Brot


Bei uns in Deutschland gibt es etwa 300 unterschiedliche Brotsorten und wir gelten damit weltweit als ziemliche Brotliebhaber. Im Jahr isst jeder von uns im Durchschnitt 59 Kilo Brot. Kein Wunder, dass Brot für mich einfach nicht wegzudenken ist =)

Dieses herrliche Gefühl, wenn man in eine Scheibe frisch gebackenes Brot beißt. Eine knusprige Kruste, ein fluffig lockerer Teig und dieser Duft. Ich liebe Brot einfach. Zwei Scheiben übereinander gelegt, und darin etwas Leckeres. Super handlich für unterwegs.

Wenn ich an Stullen (so sagt man bei uns zu einer Brotscheibe) denke, dann auch sofort an die Stapel an Broten, die meine Mutter jeden Abend für uns Schulkinder schmierte, an die Picknicks auf Familienausflüge, wenn die Brotbüchse mit den geschmierten Schnitten ausgepackt wurde. Eigentlich immer ein total simples Picknick oder als Pausenbrot in der Schule. Aber diese Erinnerungen an den Geschmack des Käsebrotes aus der Brotbüchse bleiben und mischen sich mit anderen Momenten.

Brotzeit mit Freunden löst bei mir immer ein besonders heimeliges Gefühl aus. Man sitzt beisammen, jeder hat etwas mitgebracht, der eine Brot, der andere Aufstriche und Belag und ein bisschen Gemüse dazu, nichts wird kalt und so kann man ewig sitzen, reden und essen. So simpel und doch so schön. Richtig hyggelig.

Wusstet ihr, dass für ein Brot etwa 5000 Getreidekörner benötigt werden? Hört sich ganz schön viel an. Auf einem Quadratmeter Acker können etwa 15.000 Getreidekörner geerntet werden. Also genug für drei Brote. Aber dafür müssen ja auch vorher erst einmal jede Menge Körner gesät werden. In so einer Tüte Mehl steckt also so einiges an Arbeit.

Mehrkornbrot oder Vollkornbrot ist also so richtig typisch deutsch. In anderen Ländern sucht man dafür manchmal vergebens nach unseren Brotsorten. Wie z.B. in England. Da fand ich dann eher fluffiges Weißbrot und Sandwiches in allen Varianten. Auch nicht schlecht. Aber so richtiges Vollkornbrot, dass nach was schmeckt, von dem man satt wird und das auch ganz einfach ohne viel Belag ein Genuss ist, solche Brote findet man halt nicht überall. Ich mache es mal lieber wieder selbst =)

Mein Schwager macht ein Sauerteigbrot und das ist der absolute Wahnsinn. Davon gibt es bestimmt auch nochmal ein Rezept für euch zum Nachmachen hier auf unserem Blog.

Doch bei mir muss es meist schnell gehen, wenn ich von der Arbeit komme und feststelle, dass kein Brot mehr für den Abend da ist, will und kann ich nicht ewig warten. Dann backe ich ein schnelles Hefeteig-Brot mit den Mehlsorten, die ich halt gerade so zur Verfügung habe.

Wichtig ist es, den Teig richtig gut durchzukneten, bevor er ruht und dann in den Ofen kommt. Nehmt euch dafür ruhig die zehn Minuten und genießt es, den Teig zu kneten. Wenn ihr gut knetet, wird das Brot später schön luftig.

Meist mache ich gleich zwei, drei Brote. Die halten sich ein paar Tage in ein Tuch eingeschlagen oder in der Brotbox frisch. Bei uns ist so ein frisches Brot aber eh im Nu alle.

Für ein Brot braucht ihr:

  • 500g Mehl (hier nehme ich meist halb Dinkel und halb Dinkelvollkorn)
  • 380ml lauwarmes Wasser
  • 2 Päck. Trockenhefe
  • 1,5 TL Salz
  • 1 EL Olivenöl
  • 1EL Rohrzucker
  • 1 EL Leinsamen oder andere Samen
  • ihr könnt auch Nüsse oder Gewürze nach Wunsch dazugeben

Und so wird’s gemacht:

  1. Alle Zutaten mixen
  2. Nun den Teig gute 10 Minuten kneten oder kneten lassen.
  3. In eine bemehlte Kastenform geben und 30 Minuten ruhen lassen und den Backofen schon mal auf 175 °C Umluft vorheizen
  4. Das Brot mit einer kleinen feuerfesten Schale mit Wasser in den Ofen geben.
  5. Nun etwa 60 Minuten backen.
  6. Wenn du das Brot aus dem Ofen nimmst und es beim Draufklopfen hohl klingt, ist es durch und fertig.

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