Sommerregen und kleines Glück zum Selberpflücken


Es ist Samstag Nachmittag und mein Freund und ich schwingen uns auf die Räder. Wir radeln vorbei an der alten Windmühle, den Hügel hinunter. Dann ein wenig an der Schlei entlang und schließlich über die alte Schleibrücke bis wir in den Obsthof Stubbe abbiegen. Endlich angekommen. Nun heißt es erstmal auf den Traktor warten, der uns dann zum Erdbeerfeld bringt.

Zurzeit bin ich mit meiner Familie wieder in unserer Urlaubsheimat. Auf diese zwei Wochen freue ich mich das ganze Jahr und nun ist auch schon wieder Halbzeit. Die erste Woche war gefüllt mit wechselhaftem Wetter und kleinen, schönen Unternehmungen. Ein Punkt auf unserer Urlaubs-to-do-Liste ist ein Besuch (oder auch mehrere) im Obsthof Gut Stubbe . Dort gibt es nicht nur super leckere Beeren zum Selberpflücken, sondern auch ein wunderschönes Café mit Blick auf die Schlei und eine riesige Auswahl an den leckersten Kuchen und Torten, die wir je gegessen haben.

Auf dem Anhäger vom Traktor geht es dann zum Feld. Ich mag die Fahrt durch die Obstplantagen. Es gibt Bäume mit Kirschen, aber auch die Birnen und Äpfel hängen dort zum Reifen. Und außerdem auch zahlreiche Beerensorten: Himbeeren, Johannisbeeren in allen Farben und Erdbeeren. Der Traktor hält an, wir steigen vom Hänger und laufen ins Erdbeerfeld. Wir wollen Erdbeeren für einen Kuchen pflücken.

Nun kann das Pflücken beginnen. Oh, ist das ein herrliches Gefühl, den Blick über die Obstreihen runter an die Schlei schweifen zu lassen. Erdbeerfelder mit Stroh und zwischen drin leuchtend rote Erdbeeren. Das beste am Selberpflücken ist wohl das Naschen. Herrlich süß, diese Beeren. Die Sonnenstrahlen haben einige Erdbeeren richtig dunkelrot werden lassen und wenn man in sie hineinbeißt, meint man fast, einen kleinen Zuckerschock zu bekommen.

Wir schlagen uns den Bauch mit bestimmt einem Kilo Erdbeeren voll und können gar nicht aufhören, zu naschen. Die anderen Beeren landen in der Schale für den Kuchen. Irgendwann ist aber dann doch genug und wir hören schon den Traktor von Weitem kommen. Der bringt uns wieder hinunter zum Hof. Erst auf der Fahrt fallen uns die dunklen Wolken auf, die dort über der Schlei angerollt kommen. Das wird wohl eine nasse Heimfahrt mit dem Rad.

Wir überlegen kurz, ob wir den Regen vielleicht im Café bei einem Stück Kuchen abwarten sollen. Doch wir beschließen, los zu radeln, in der Hoffnung vielleicht ja noch vor dem Regen wieder in der Unterkunft zu sein. Das Café wollen wir ein ander Mal besuchen, jetzt ist es eh schon recht spät.

Auf dem Fahrrad spüren wir den Wind und auf der Schlei gibt es richtig kleine Gischtwellen zu sehen. Wir treten kräftig in die Pedale. Und dann, als wir über die Brücke fahren, fängt es an. Dicke Regentropfen prasseln aus dem Himmel. In nur wenigen Sekunden sind wir pitschenass. Es gibt auf der Strecke nicht wirklich was zum Unterstellen, also beschließen wir einfach weiter zu trampeln. Der Wind peitscht uns den Regen ins Gesicht und ich bin glücklich. Was für ein schöner Moment – Sommerregen, ich bin mit meinem Freund an meinem Lieblingsort draußen mit dem Rad unterwegs und im Rucksack herrlich leckere Erdbeeren.

Trefend nass kommen wir auf dem Hof an, stellen die Fahrräder in de Scheune, gehen ins Haus, um dann den passelden Sommerregen auf den Scheiben zu genießen. Ich wünschte ich könnte diese kleinen Momente des Glücks auf dem Erdbeerfeld oder radelnd durch den Sommerregen einfangen.

Ein einfacher Erdbeerkuchen (ohne Zucker):

Für den Biskuitboden: 3 Eier cremig aufschlagen, dann 100g Dinkelmehl, 2 EL Ahornsirup und 2 TL Backpulver vorsichtig unterheben und anschließend in einer eingefetteten Kuchenform bei 180 C° etwa 15 bis 20 Minuten backen.

Für die Creme: 200g Sahne aufschlagen, dann 4 EL Frischkäse und 3 EL Joghurt vorsichtig unterheben. Etwa 200g Erdbeeren waschen und klein schneiden und unter die Creme heben.

Dann den abgekühlten Biskuitboden mit etwas Milch bestreichen (dadurch wird er nicht zu trocken) und die Creme darauf verteilen. Als letztes den Kuchen mit vielen Erdbeerspalten verzieren und fertig.

Wer das Ganze süßer mag, kann natürlich auch etwas Zucker hinzufügen.

Habt ihr auch eine kleine Sommer-to-do-Liste oder diese perfekten Sommermomente in euerem Kopf?

(Der Beitrag enthält unbeauftragte Werbung.)


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