Orange in den Herbst – Rezepte mit Kürbis


Und plötzlich ist es Herbst. Mit vielen grauen, kalten und nassen Tagen lässt er mich noch lange, dem wunderbaren Sommer nachtrauern.

Die Sommerkleider hab ich weg gehangen und bin auf der Suche nach warmen Pullis im Schrank.

Doch es ist ja nicht alles grau in grau. Etwas, dass ich am Herbst besonders liebe, ist die saisonale Küche. Irgendwie liebe ich überhaupt das Kochen im Herbst wieder viel mehr. Vielleicht, weil es dann draußen kälter wird und warmes Essen dann so ein wohliges Gefühl zaubert, vielleicht aber auch, weil ich mich dann über all die herrlichen Dinge umso mehr freue, die ich in der Gemüsekiste und im Garten noch so finden kann.

So zum Beispiel Kürbisse. Sind sie nicht wunderbar in ihren leuchtenden Orangetönen? Oh ja, dass sind sie! Aber irgendwie haben wir es noch nie geschafft, selber Kürbisse in unserem Garten anzubauen. Jedes Jahr waren wir mit der Aussaat zu spät dran. Doch zum Glück wurden wir als große Familie immer reichlich von Freunden und Bekannten, die den ein oder anderen Kürbis in ihrem Garten zu viel hatten, beschenkt. Also gab es im Keller reichlich Kürbisse in allen Größen, Formen und Arten.

Ich hab mich in den vergangenen Wochen schon ein wenig durchprobiert mit Kürbissuppe, Ofenkürbis und Co.

Am liebsten koche und backe ich mit einfachen und natürlichen Zutaten, die ich gerade so zu Hause finde. Hier habe ich zwei leckere und simple Rezepte für euch festgehalten.

Kürbis-Muffins mit Walnüssen und Schokoglasur

Im Handumdrehen wird aus einem kleinem Kürbis, Walnüssen von Opas Baum (oh ich liebe Walnüsse. So ein Walnussbaum im Garten ist ein richtiger Schatz im Herbst.) und ein wenig mehr eine süße Leckerei und wenn das Wetter draußen mal ungemütlich wird, darf eine große Portion Schokoglasur nicht fehlen.

Zutaten für 6 Muffins
200g Hokkaido

120 ml Milch (ich habe Sojamilch genommen)

4 Datteln (ihr könnt zum Süßen auch 80g Rohrzucker nehmen)

150g Weizen- oder Dinkelmehl

1TL Backpulver

1 Prise Salz

3 EL Kokosöl

6 Walnüsse

100g Zartbitterschokolade für die Glasur
Und so wird’s gemacht

Den Backofen schon mal auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Den Kürbis in Stücke schneiden und etwa 10 Minuten weich kochen. Das Wasser abgießen und zusammen mit den Datteln, dem Kokosöl und der Milch mit einem Stabmixer fein pürieren.
Danach Mehl, Backpulver und die Prise Salz unterheben, sodass ein schön glatter Teig daraus wird.
Die Walnüsse grob hacken und in der Pfanne leicht anrösten, ein paar als Garnierung zur Seite legen und den Rest noch unter den Teig rühren.
Muffinförmchen mit etwas Kokosöl einfetten und den Teig darin verteilen.
Und schon können sie für 15 bis 20 Minuten in den Ofen wandern.
Danach aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Zartbitterschokolade im Wasserbad schmelzen.
Die Muffins Kopf über eintauchen und mit den Walnüssen garnieren.
Warten, bis die Glasur fest ist und dann genießen.

Kürbispizza- so einfach und herrlichen

Ich bin ein großer Fan von Pizza, ja eigentlich von allen möglichen Teigen, die mit Köstlichkeiten belegt in den Ofen wandern. Warum nicht also jetzt auch einfach mal mit Kürbis? Ich hab es ausprobiert und war begeistert.

Zutaten für 6 kleine Pizzen
Für den Teig

500g Mehl

250ml lauwarmes Wasser

1 Päckchen Trockenhefe

½ TL Salz


Für die Sauce

400ml passierte Tomaten

1EL Olivenöl

1 Knoblauchzehe

1 EL Oregano

½ TL Salz


Für den Belag

400g Hokkaido

1 Zwiebel

6 EL Frischkäse

etwas Olivenöl
Und so wird’s gemacht

Trockenhefe im warmen Wasser anrühren und kurz stehen lassen.
Mehl und Salz vermischen und dann mit dem Hefe-Wasser zu einem Teig kneten.
Den Teig, abgedeckt, an einem warmen Ort 1,5 bis 2 Stunden ruhen lassen. (Ja, mit dem Ruhenlassen habe ich immer meine Schwierigkeiten, denn ich bin oft zu ungeduldig und verarbeite ihn oft schon eher, wenn ich mit den anderen Vorbereitungen fertig bin.)

Jetzt schon mal den Backofen auf höchster Stufe vorheizen.
Für die Sauce passierte Tomaten, gepresste Knoblauchzehe und die Gewürze verrühren.
Den Kürbis in schmale Spalten schneiden und etwa 10 Minuten in einer Pfanne anbraten.
Die Zwiebel in Scheiben schneiden.

Nun den Teig in sechs Kugeln formen und diese zu flachen Fladen ausrollen.
Dann mit der Soße bestreichen und mit Kürbis, Zwiebeln und Frischkäse belegen.
Die kleinen Pizzen wandern dann für 10 Minuten in den Ofen.
Danach noch mit etwas Olivenöl beträufeln und genießen.
Wie ich festgestellt habe, schmecken diese kleinen Pizzen auch gut als kalter Snack.

 

Viel Freude beim Backen.

Vielleicht hält ja der eine oder andere auch sein liebstes Kürbisrezept zum Teilen für uns bereit. Ich würde mich freuen:)


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