Zehn Fragen an meine große Schwester


Letzte Woche hatte ich meiner kleinen Schwester zehn persönliche Fragen gestellt. Nun bin ich an der Reihe, zehn ihrer Fragen an mich zu beantworten.

In welches Reiseabenteuer würdest du gerne mal mit deiner Familie aufbrechen?

Als Familie haben wir bisher nur Deutschland bereist. Jedoch wollen wir mit einer befreundeten in den nächsten ein/zwei Jahren unbedingt einen Roadtrip durch Norwegen antreten. Darauf freue ich mich besonders. Mein Mann sieht uns da zwar vor Kälte bibbernd durch die Gegend fahren, doch ich liebe es, wenn die Temperaturen nicht über 25 Grad steigen.

Was magst/schätzt du an Familie am meisten?

Das sie immer da ist. (Ja, das nervt auch manchmal.) In Familie darf ich echt sein. Sie ist beständig und hält auch meine Macken aus. Insgesamt ist Familie für mich ein großes Geschenk Gottes.

Was war ein besonders schöner Moment in deinem Leben, den du noch immer vor Augen hast?

Jetzt folgen hier die Klassiker. Meine Hochzeit. Ich war mir vor dem großen Tag nicht so sicher, ob ich den vielen Trubel und das im Mittelpunkt- Stehen wirklich genießen würde, doch es war wirklich wunderschön. Zwei weitere bewegende Momente waren, als ich das erste Mal unsere Kinder im Arm halten konnte.

Was sollen deine Kinder später einmal über dich erzählen?

Im Optimalfall sagen beide, dass sie nie an meiner Liebe zu ihnen zweifeln mussten und dass ich in den entscheidenden Momenten an ihrer Seite war.

Wofür kannst du dich so richtig begeistern?

Also wenn meine Kinder etwas Neues gelernt haben und ich das zum erste Mal mitbekomme, dann flippe ich regelmäßig vor Begeisterung aus. Bei unseren gemeinsamen Mahlzeiten berichte ich meinem Mann dann jedes kleine Detail davon. Und wehe, er ist nicht genauso euphorisch wie ich ;).

Mein Mann hat mich darauf hingewiesen, dass es noch etwas gibt, wofür ich wirklich zu begeistern bin: Dokus über Menschen, wie sie wohnen, leben und lieben. So habe ich mir vor ein paar Monaten z.B. alle online vorhandenen Dokus über das Leben auf Halligen (kleine Inseln in der Nordsee) reingezogen.

Bekommst du lieber Besuch oder besuchst du lieber andere?

Schwierige Frage. Wenn es nur mich als Einzelperson gäbe, dann würde ich ganz schnell sagen, dass ich lieber andere besuche. Ich bin dann wie ein kleines Chamäleon und füge mich in den Raum der Anderen so unauffällig wie möglich ein. Ich glaube, ich bin wirklich ein Gast, den man aushalten kann. 🙂

Seit wir jedoch Kinder haben, bin ich immer häufiger lieber Gastgeber. Denn in unserer Wohnung können unsere Kinder so viel Chaos verursachen, wie sie wollen und ich muss ihnen nicht ständig hinterher rennen. Das klingt jetzt so, als ob es mich nicht stressen würde, wenn unsere Wohnung chaotisch aussieht. Ganz so cool bin ich dann beim Gastgeben doch nicht. Mein Vorsatz ist nämlich immer, dass die Gäste zur Begrüßung eine möglichst ordentliche Wohnung auffinden. Danach ist mir die Ordnung nicht mehr so wichtig. Aufgrund dieser Lebensregel habe ich jedoch kurz vor Besuchsankunft meist ziemlichen Stress, auf den ich gut und gerne verzichten könnte. Als Gastgeber fühle ich mich auch ganz besonders für das seelische Wohlbefinden meiner Gäste zuständig. Da setze ich mich manchmal zu sehr unter Druck. Je länger ich die Gäste kenne und je intensiver unsere Beziehung ist, desto entspannter bin ich und desto lieber bin ich Einladende.

Was machst du am liebsten, wenn du deine Kinder mal nicht um dich hast?

Lesen oder Aquarell malen (noch nicht besonders gut). Beides hilft mir, abzuschalten und den Stress des Alltags hinter mir zu lassen.

Wie reagierst du, wenn mal das totale Chaos um dich herrscht?

Nicht so gelassen, wie ich mir das wünschen würde. Ich versuche mich dann zwar auf nur ein Problem zu konzentrieren und dies zu lösen, doch innerlich und manchmal auch äußerlich flippe ich häufig aus. Sollte jemand etwas von seiner Resilienzfähigkeit übrighaben, immer her damit. 😉

Backst oder kochst du lieber?

Wieder so ne schwierige Frage. Ich mag beides, insofern es unkomplizierte Rezepte sind, die nicht Stunden in Anspruch nehmen. Kochen gehört ja zu meinen alltäglichen Tätigkeiten, deshalb freue ich mich über Gelegenheiten, an denen ich etwas Backen kann.

Wenn du die Macht hättest, eine Sache an der Welt zu ändern, was wäre das?

Ich würde jedem Kind die Gewissheit ins Herz schreiben, dass es geliebt und wertvoll ist. (Als Erwachsener wäre diese Liebe dann immer noch präsent.)

Was bedeutet Zuhause für dich?

Sicherheit, Wärme, Gemütlichkeit. Ein Ort, an dem die Seele auftanken kann und an den man sich zurückziehen kann, wenn einem alles zu viel wird.

Welche Eigenschaft magst du an dir am meisten?

Ich mag meine Hilfsbereitschaft. Ich arbeite wirklich gern für andere und freue mich, wenn ich helfen konnte. (Keine Angst, ich lasse mich nicht ständig ausnutzen, dafür habe ich ein zu großes Gerechtigkeitsempfinden.)

Was ist für dich das schönste im normalen Tagesablauf/Alltag?

Wenn es gut läuft, dann wache ich als allererste der Familie auf und habe ein paar Minuten, in denen ich nicht ansprechbar sein muss, sondern ganz bei mir sein kann. Diese Aufgenblicke genieße ich sehr.

Hier gelangt ihr zu meinen Fragen an meine kleine Schwester.


7 Kommentare

  1. Pingback: Zehn Fragen an meine kleine Schwester | mit uns zusammen

    • Manuela Hübler

      Danke, dass du so eine entspannte Freundin bist, bei der ich ganz ich selbst sein kann!

  2. Das Bild ist großartig 😀 (der Text natürlich auch wie immer sehr inspirierend. Weiter so!!!)

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